Neue Federn beim Turmfalken-Nachwuchs unter Infrarot gut zu erkennen
Wie auf dem Screenshot eines Videos von der Nacht des 15. Juni unter Infrarot gut zu erkennen, weicht der Flaum bereits deutlich dem wachsenden Federkleid der jungen Turmfalken. Innerhalb kurzer Zeit werden sie in ihrer äußeren Erscheinung sehr dem erwachsenen Weibchen ähneln. Erst später bildet sich das spezifische Federkleid der Weibchen und Männchen heraus (Geschlechtsdimorphismus).
Ab diesem Beitrag werden auf dieser Seite weitere Beiträge aus der Kinderstube der Turmfalken in loser Folge veröffentlicht werden.
14.Juni-2022: Im Rückwärtsgang zur hygienischen Entsorgung – mit Begleitton!Der Muttervogel sorgt für eine geregelte Fütterung
Was die Fütterung angeht, befinden wir uns zur Zeit in einer Übergangsphase. Während der Muttervogel nach wie vor noch schnabelgerechte Stücke von der Beute verfüttert, lernen die jungen Turmfalken langsam, wie sie eigenständig fressen können. Das Turmfalken-Männchen ist noch sehr rege beim Mäuse-Nachschub, er legt sie einfach nur in der Nische ab, so dass auch schon mal ein, zwei Mäuse an Vorrat vorhanden sind.
Schützenfest Eckenhagen am 18. Juni 2022: Marschmusik und Turmfalken
Unsere jungen Turmfalken lassen sich weder vom Glockengeläut noch von Marschmusik aus der Fassung bringen. Die Musik erklang am Samstag anlässlich des Schützenfestes. Von ihrer hohen Warte aus können wir mithören, wie die Kapelle sich langsam nähert und die Musik anschwillt, um dann wieder leiser zu werden.
20. Juni 2022: Nur mal gucken, was die Küken machen, dieses Mal ohne Futter20.Juni 2022: Wieder kein Futter dabei – dann halt Feder bei der Mutter auszupfen!20.Juni 2022: Dieses Mal mit Maus!20.Juni 2022: Freudige Erwartung enttäuscht20.Juni 2022: Anschmiegsam – Nähe und Distanz20.Juni 2022: Turmfalken-Weibchen – Fütterung mit Glockengeläut22.Juni 2022: Großer Wirbel mit Morgengeläut um 7 Uhr23.Juni 2022: Turmfalken Flügelschlagen #123.Juni 2022: Turmfalken – Flügelschlagen # 223.Juni 2022: Turmfalken – Flügelschlagen # 324.Juni 2022: Schnäbeln oder gegenseitiges Daunenentfernen?24.Juni 2022: Großer Wirbel mit Flügelschlagen unter Morgengeläut um 724.Juni 2022: Vier Mausanlandungen am Vormittag24.Juni 2022: Turmfalken – ungestümes Windmachen mit Flügeln24.Juni 2022: Turmfalken – mit Fittichen bedecktEndspurt Ende Juni 2022: Auf der KirchturmhaubeJungfalke #1Jungfalke #2Jungfalke #3Jungfalke #4Jungfalke #5Jungfalke #6Jungfalke #7Turmfalken-Vater bleibt nach Flüggewerden der 5 Jungen in der NäheJungfalken-Anflug #1Jungfalken-Anflug #2Jungfalken-Anflug #3Dachrinnen-ErkundungErste Flüge – oft vom kleinen zum großen Kirchturm und zurückAusblicke aus der Nestspalte – drei Tage vorm FlüggewerdenAusblick #2Kopf einziehen und in Deckung gehenSchnelle Mausanlieferung: Der Muttervogel war zu schnell für den Fotografen!Turmfalken-Weibchen mit Mausbeute zwischen den Krallen29.Juni 2022 – Turmfalken-Erstflug (eventuell): Auf die Plätze, fertig, flieg!Einer der ersten FlügeFlug von Turm zu Turm #1Flug von Turm zu Turm #2Flug von Turm zu Turm #3Abflug: Katapult!Abflug #2Abflug #3Abflug #4Junger Turmfalke auf kleinem Kreuz in der NachmittagssonneDrei junge Turmfalken bei Wind auf Kirchturm
Wie sich nun doch herausgestellt hat, waren zwar sechs Turmfalken-Küken geschlüpft, aber das sechste hat wohl die ersten Tage nicht überlebt. Immerhin geht es den übrigen fünf jungen Turmfalken offensichtlich sehr gut. Sie werden ja auch bestens von den Alttieren versorgt.
Auf den folgenden beiden Videos ist zu erkennen, was für ein rasantes Wachstum selbst nach fünf Tagen wahrnehmbar ist. Auch sind bereits deutlich Änderungen zu erkennen, indem der Flaum inzwischen durch Ansätze eines Federkleids ersetzt wird.
Turmfalkenfütterung am 5. Mai 2022Turmfalkenfütterung am 10. Mai 202211. Juni 2022: Fütterung durch beide Elterntiere11. Juni 2022: Elterliche Turmfalkenkooperation beim Füttern
Von Kindern Im Pfingstgottesdienst bearbeitete Gläser
Als wir uns Anfang des Jahres zu einer Besprechung des Kinder- und Gemeindefestes getroffen hatten, war allen Beteiligten aus Gruppen und Presbyterium recht schnell klar, dass wir es mit einer Gleichung mit mehreren Unbekannten zu tun haben würden: Zum einen war da die Corona-Lage, hinzu kam, dass manche Mitarbeitende und potientielle Gäste gerne am Pfingstwochende verreisen. Sollten wir also überhaupt am traditionellen Termin, also dem ersten Sonntag im Juni festhalten? – Und überhaupt, das Wetter! Je näher wir uns auf Pfingstsonntag zu bewegten, umso trüber schienen die Aussichten zu werden.
Umso größer das Glück, ja was für ein Segen, dass nicht nur das Wetter schließlich recht gut mitspielte! Angefangen bei der Vorbereitung über die praktische Durchführung bis hin zum Abbau arbeiteten die Mitarbeitenden Hand in Hand. Der Reibekuchen des Seniorenclubs z.B. fand wieder guten Anklang, alle achtzig Würstchen des Grillstands wurden verspeist, ja selbst an gespendeten Kuchen und Torten mangelte es nicht. Auch die anfangs eher verhaltene Beteiligung von Gästen steigerte sich noch recht ansehnlich. Die Ausgaben hielten sich ingesamt sehr in Grenzen. Eine gute Erfahrung – auch für die Zukunft – ist, dass kein Geld kassiert werden musste, die aufgestellten Spendenboxen wurden dieses Mal auch verwendet, um einen Obolus für Getränke zu entrichten.
Mal sehen, ob unsere Turmfalken auch in den nächsten Jahren, wie eigentlich zu erwarten, um diese Zeit ihre Jungen großziehen. Dann wird es wieder Live-Übertragungen von der Kirche ins Gemeindehaus geben. Dieses Jahr war dies eine Premiere: Turmfalken-Beobachtung live bei Kaffee und Kuchen im Bonhoeffer-Saal. Besonders interessiert wurde es jedes Mal aufgenommen, wenn die Küken von den Elterntieren gefüttert wurden.
Alles in allem war’s ein schönes Fest! Ein herzliches Dankeschön allen, die mitgewirkt haben!
Es folgen einige Fotos.
Ein Teil des Reibekuchen-TeamsGrillmeister …AußenansichtKaffee, Kuchen und Turmfalken-BeobachtungSchlangestehen für Eis-KöstlichkeitenGut gemacht!
Eine ökumenische Nutzung unseres Außengeländes wurde für Pfingstmontag vorbereitet. Während des Abbaus am Ende unseres Festes kam eine Abordnung der katholischen Schwestergemeinde zum Aufbau einer Station für die Pfingstprozession:
Eine Station für die Pfingstprozession von St. Franziskus-Xaverius am Ev. Gemeindehaus
An Pfingstsonntag, auch schon einmal als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet, laden wir ein zum Kinder- und Gemeindefest in und um Kirche und Gemeindehaus. Beginnend mit einem Gottesdienst, wollen wir bei Spiel, Spaß, Unterhaltungen und natürlich auch leckerem Essen Pfingsten feiern.
Hier folgt ein kleines Video vom 26. Mai, dem Himmelfahrtstag. Am Nachmittag sehen wir, wie nun das „Wollknäuel“ mit fünf geschlüpften Turmfalkenjungen größer geworden ist. Man muss schon etwas genauer hinsehen, um zum Zählen die Körper voneinander zu unterscheiden. Am unteren Rand ist noch ein Ei zu erkennen.
26. Mai 2022: 5 Turmfalkenküken geschlüpft
Nachtrag vom 27. Mai: Alle Turmfalken-Küken sind geschlüpft!
Geschafft, alle sechs Turmfalken-Küken geschlüpft, das jüngste ist noch etwas schwach auf den Beinen24. Mai 2022: Turmfalken-Weibchen am Nischeneingang – Foto: Nikola Will24. Mai 2022 Turmfalken-Weibchen kurz vor der Landung an einem beliebten Aussichtspunkt – Foto: Nikola Will
Fast schon eine Tradition: Am Himmelfahrtstag, dem 26. Mai 2022 ist um 10.00 Uhr eine Andacht in der Sinsperter Kapelle, von dort aus Spaziergang nach Eckenhagen mit Essen im Gemeindehaus.
Auch am Himmelfahrtstag 2022 lädt unsere Kirchengemeinde wieder ein zu einer gemeinsamen geistlichen Besinnung in der Sinsperter Kapelle, zugleich kommt auch wieder Bewegung ins Spiel, indem Interessierte dazu eingeladen werden, anschließend von Sinspert aus nach Eckenhagen zu laufen. Dort laden wir ein zu einem leckeren Mittagessen, zu dem man sich übrigens nicht eigens anmelden muss. Herzlich willkommen!
„Christi Himmelfahrt heißt nicht, dass Christus weg ist, sondern das genaue Gegenteil: Christus ist da und öffnet den Himmel für uns. Der Himmelfahrtstag macht klar: Der auferstandene Jesus ist nicht mehr sichtbar, so wie er den Jüngern damals sichtbar geworden ist. Aber er ist da, mit der Kraft seines Geistes, mit der Kraft seiner Liebe, mit der Kraft seines Trostes.“ Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Der „errechnete Schlüpftermin“ für das erste Turmfalkenküken war eigentlich der 25. Mai gewesen, aber schon am 24. Mai kurz vor 15.00 Uhr deutete sich an, dass nach längerer Zeit des Brütens Entscheidendes bevorstand. Beim Entfernen von Spinnweben, die die Sicht der Kamera vor allem bei Infrarot in der Nacht behinderten, gab es eine kurze Schrecksekunde: Eins der sechs Eier war nicht mehr heil. Nur wenig später stellte sich heraus, dass sich das erste Turmfalken-Küken den Weg in die Welt gebahnt hatte. Im Video sehen wir, wie das Turmfalkenweibchen eine halbe Eierschale weg befördert, anschließend kommt das Männchen mit einer Maus, die vom Weibchen in Empfang genommen wird. Dabei ist zum ersten Mal das frisch geschlüpfte Küken zu erkennen, das noch recht wackelig auf den Beinen ist.
24. Mai 2022: Das erste Turmfalkenküken ist geschlüpft
Heute, am 20. April, wurde das erste Turmfalken-Ei in der Mauernische unseres Kirchturms gelegt. Das ist fast auf den Tag genau ein Jahr seit der ersten Eiablage am 21. April 2021. Im Video sehen wir zunächst das Weibchen allein in der Nische, bei ca. 5 Minuten kommt das Männchen mit einer Maus, mit der das Weibchen wegfliegt.
20. April 2022: Das erste Turmfalken-Ei
Hier folgt ein weiteres Video – ein Turmfalke hält an einem klaren, windigen Tag Ausschau auf dem Turm – danach folgen einige Fotos:
Zur Zeit – im September 2022 – ist die Corona-Pandemie kaum noch Thema in den Medien, auch wenn Infektionen weiterhin stattfinden, und in der kälteren Jahreszeit mit einem Anstieg zu rechnen ist.
Als Kirchengemeinde haben wir nun in den zurückliegenden Monaten einen stillen Übergang erfahren, so dass wir die bisher strikten Regeln mit Mund-Nasenschutz und Abstand zunehmend gelockert haben. So ist es zur Zeit möglich, z.B. an den Gottesdiensten auch ohne Maske teilzunehmen. Wir können nun – in mancher Hinsicht muss man sagen, leider! – nicht darüber klagen, unsere Gottesdienste erlebten einen großen Andrang. Im Gegenteil, nie war der Gottesdienstbesuch so niedrig!
Nun bedeutet das aber auch praktisch, dass die große Kirche wie auch die Kapelle es eben jedem und jeder ermöglichen, nicht dicht zusammengedrängt zu sitzen.
Nehmen Sie, nehmt Ihr aber bitte weiterhin Rücksicht auf vulnerable Gruppen.
Gerne weisen wir zudem auf die Möglichkeit hin, zeitgleich mit der Gottesdienstgemeinde die Übertragung der Gottesdienste über Streaming wahrzunehmen. In unserem Ev. Alten- und Pflegeheim Ragoczy-Stift erfreut sich dieses Angebot inzwischen großer Beliebtheit und hat sich bereits etabliert.
Die Turmfalken-Aktivitäten rund um die nach Süden gelegene Nische im Kirchturm schienen sich bisher allein auf ein Pärchen zu konzentrieren. Wie im Video vom 12. April unschwer zu erkennen ist, ist nun auch ein dritter Vogel im Spiel: Ein Weibchen, das sich mit dem anderen einen kurzen Kampf im Nischeneingang liefert. Kurz nach dem Kampf kommt das Männchen angeflogen, das unweit des Geschehens gewesen sein muss.
Kurzer, heftiger Kampf von zwei Turmfalken-Weibchen am 12.04.2022
Wer das Konzert am Sonntag, dem 10. April, nicht gesehen und gehört hat, hat wirklich etwas verpasst! Das ukrainische Blechbläserensemble Kiev Brass unter der Leitung von Professor Andriy Ilkiv hat ein herausragendes Konzert in der Barockkirche gegeben. Zuhörerinnen und Zuhörern entlockte es spontane „Bravo“-Rufe, wurde einer recht großen, begeisterten Zuhörerschaft ja auch ein buntes musikalisches Programm geboten. Es erklangen Werke von Lysenko, Bach, Barber, Delerue, Rudin, Skoryk, Purcell, Mendes und Belousov.
Mit Nataliia Ilkiv am Klavier und der Sängerin Yuliia Zasimova, die den Kirchenraum mit ihrer klaren Stimme zu füllen vermochte, wurden weitere wunderbare musikalische Akzente geboten.
Prof. Ilkiv in seinem Element – hier eins von mehren Instrumenten, die im fliegenden Wechsel gespielt wurdenNataliia Ilkiv (Klavier) und Yuliia Zasimova (Gesang) – eins der Vortragsstücke: Lascia ch’io pianga aus „Rinaldo“ von G.F. Händel – 10.04.2022 17-29
Dieses Konzert berührte offensichtlich drei ukrainische Mütter mit ihren sechs Kindern auf besondere Weise, kamen doch nun Künstlerinnen und Künstler aus ihrer Heimat hierher zu ihnen in dieses ihnen fremde Land. Erst kürzlich hatten sie in Lepperhof Zuflucht vor dem furchtbaren Krieg gefunden. Erste Kontakte waren in der Woche zuvor in der Jungschar entstanden, auch hatten sich Lepperhofer Nachbarn direkt bei Ankunft liebevoll um sie gekümmert. Menschliche Teilnahme und praktische Hilfe wird wie selbstverständlich gelebt und umgesetzt: Erste Versorgung mit Lebensmitteln, Begleitung bei Behördengängen und Ausstattung mit Kleidern und weiteren Dingen aus der Spendenkammer, – wenigstens etwas Gutes in diesem elenden, verdammten Krieg!
Kiev Brass mit Musiker:innen der OPV – Zum Abschluss des Konzerts erklingen die ukrainische Nationalhymne und die Europahymne
Ursprünglich wohl als Überraschung gedacht, könnte man den Abschluss des Konzerts dann wohl doch im wahrsten Sinn des Wortes als „konzertierte Aktion“ bezeichnen. Dr. Markus Müller hatte in Verbindung mit Professor Sauter das Konzert für Oberberg innerhalb kürzester Zeit mit organisiert und begleitet. Dass nun am Ende des Konzerts auch Bläserinnen und Bläser der Oberbergischen Posaunenvereinigung beteiligt sein würden, blieb schließlich aber nicht geheim vor den angereisten Künstlern. Es war sicherlich für viele ein bewegender Moment, als statt einer Zugabe die ukrainische Nationalhymne und die Europahymne erklangen.
Kiev Brass am 10.04.2022: Ansicht von der Empore aus
Weitere Informationen: https://www.world-brass-association.com/concerts-for-ukraine/
Hier folgt die Ansprache an die Musikerinnen und Musiker aus dem Kriegsgebiet (von Martin Will, in englischer Sprache):
Dear Mrs. and Mr. Ilkiv with all the musicians from Kiev Brass, a very warm welcome to you on behalf of our local protestant church here in Eckenhagen and our regional church An der Agger!
It’s a great privilege having you here! If I’ve got it right, today is the third concert of „Brass for peace in Ukraine“ you’re playing on your tour. In terms of distance, it’s not such a very long way you’ve come from Ukraine, as many Germans may have thought before 24th February.
Now we’re getting to know the map of Ukraine on a daily basis, being constantly informed of the horrific atrocities brought upon your population, especially in besieged villages and cities such as Mariupol.
The sickening news we got from Bucha even reach our village in a very personal dimension. Only on Friday I was told that a mother and her 12 years old son, who were staying right across our house, had escaped Bucha just in time. Cousins of her had been murdered by russian troops, she had witnessed.
Now around two hundred twenty refugees are staying in our local community of Reichshof, hoping, they will recover from the horrors brought upon them – at least in the long run.
Practically, we are european neighbours with strong bonds of culture, political preferences and christian faith we have in common, both disgusted by this brutal war, which has been waged by the russian agressors, invading your democratic country under the pretext of rooting out nazism. Unbelievable! As Germans with our dark history of fascism, we ought to be able to tell a Nazi and how they misbehave!
And what a shame, Kyrill, Patriarch of the russian-orthodox church, stands firmly by the opressors. We’ve had this before with the so called „German Christians“!
Let me conclude with three short biblical references which have come to my mind in these days. I think, the verses speak for themselves:
Quite often, we can now hear in the media oft little David and big Goliath. Let’s hope and pray, that Ukraine will succeed in the end.
1 Samuel 17:49 „David reached his hand into the bag and took out a stone. He slung it, striking the Philistine on the forehead. The stone sank deeply into his forehead, and he fell down with his face to the ground.“
Prophet Daniel 2:34-35 The colossos of Nebuchadnezzars Disturbing Dream – feet of clay:
„You were watching as a stone was cut out, but not by human hands. It struck the statue on its iron and clay feet, breaking them in pieces. Then the iron, clay, bronze, silver, and gold were broken in pieces without distinction and became like chaff from the summer threshing floors that the wind carries away. Not a trace of them could be found.“
Joshua 6:5 [singing…] Joshua fought the battle of Jericho … and the walls came tumbling down …
„When you hear the signal from the rams’ horns, have the whole army give a loud battle cry. Then the city wall will collapse, and the warriors should charge straight ahead.”
Finally, we are very grateful for the preperations Dr. Markus Müller has made in organising todays‘ event. He will speak to the audience in the end – this time certainly in German.
Hier folgt die Ansprache an die Musikerinnen und Musiker aus dem Kriegsgebiet (von Martin Will, zurück übersetzt aus der englischen Sprache):
Liebes Ehepaar Ilkiv zusammen mit den Musikerinnen und Musikern von Kiev Brass, ein herzliches Willkommen seitens unserer evangelischen Kirchengemeinde hier in Eckenhagen und unseres Kirchenkreises An der Agger!
Es ist uns eine große Ehre, dass wir Sie heute hier begrüßen dürfen. Wenn ich das recht sehe, spielen Sie heute Ihr drittes Konzert auf Ihrer Tournee von „Brass for peace in Ukraine“. Was Entfernungen angeht, ist es eigentlich garnicht so ein weiter Weg, den Sie von der Ukraine kommend zu uns zurückgelegt haben, anders, als viele Deutsche gedacht haben mögen vor dem 24. Februar.
Inzwischen lernen wir die Landkarte der Ukraine tagtäglich kennen, indem wir unablässig informiert werden über die grauenhaften Gewalttaten, die Ihrer Bevölkerung angetan werden, besonders in belagerten Dörfern und in Städten wie Mariupol.
Die widerwärtigen Nachrichten, die uns aus Butscha bekannt wurden, haben sogar unser Dorf auf einer sehr persönlichen Ebene erreicht. Noch an diesem Freitag wurde mir über eine Mutter und ihrem zwölfjährigen Jungen, die direkt gegenüber von unserem Haus untergekommen waren, erzählt, dass sie aus Butscha gerade noch rechtzeitig hatten fliehen können. Sie hatte bezeugt, dass dort Cousins von ihr von russischen Soldaten ermordet worden waren.
Inwischen leben um die zweihundertundzwanzig Flüchtlinge in Reichshof. Wie sehr hoffen wir, dass sie sich nach diesen Schrecken, die über sie gebracht worden sind, erholen, zumindest auf lange Sicht.
Als europäische Nachbarn sind wir eng miteinander verbunden, sei es kulturell, auf politischer Ebene oder auch, was unseren gemeinsamen christlichen Glauben betrifft. Gleichermaßen sind wir empört über diesen brutalen Krieg, verursacht durch die russischen Agressoren, indem sie Ihr demokratisches Land unter dem Vorwand überfallen haben, den Nazismus auszurotten. Unglaublich! Als Deutsche mit unserer dunklen Vergangenheit des Faschismus sollten wir ja wohl in der Lage sein, wirkliche Nazis zu erkennen, und wie mies die sich benehmen.
Und was für eine Schande, dass Kyrill, der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, fest auf der Seite der Unterdrücker steht. Ähnliches kennen wir aus der Vergangenheit mit den sogenannten „Deutschen Christen“!
Lassen Sie mich schließen, indem ich auf drei biblische Bezüge zurückkomme, die mir in den vergangenen Tagen in den Sinn kamen. Ich denke, die Verse sprechen für sich:
Recht oft war in den Medien zu hören vom kleinen David und dem großen Goliath. Lasst uns hoffen und beten, dass die Ukraine schließlich erfolgreich sein wird.
1 Samuel 17,49 „Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.“
Prophet Daniel 2,34-35 – Der Koloss auf tönernen Füßen aus Nebukadnezars Traum: „Das schautest du, bis ein Stein herunterkam, ohne Zutun von Menschenhänden; der traf das Bild an seinen Füßen, die von Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. 35 Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Bronze, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg und füllte die ganze Welt.“
Josua 6,5 [singend] Joshua fought the battle of Jericho … and the walls came tumbling down … „Und wenn man das Horn bläst und ihr den Schall der Posaune hört, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann wird die Stadtmauer einfallen, und das Volk soll hinaufsteigen, ein jeder, wo er gerade steht.“
Eins zum Schluss, wir sind sehr dankbar für die Vorbereitungen, die Dr. Markus Müller getroffen hat, um die heutige Aufführung bei uns zu ermöglichen. Er wird am Ende des Konzerts eine Ansprache ans Publikum halten, dann sicherlich auf Deutsch.
9. April 2022: Turmfalken-Lieferservice frei Nische
Der heutige Samstag war ein Tag, der dem Monat April mit seinen abrupten Wetteränderungen nur allzu gerecht geworden ist. Das hat auch unser Turmfalkenpärchen zu spüren bekommen. Von einem Moment zum anderen kam aus kurz zuvor noch heiterem Himmel ein heftiger Regen-und Hagelschauer hernieder. Wie wir aber auf dem Video sehen können, hat das Turmfalkenmännchen die Gunst der Stunde genutzt, um dem umworbenen Weibchen eine Maus frei Nische zu liefern. – Zum Mitnehmen oder hier essen? – Zum Mitnehmen!
Im Anschluss an den Frühgottesdienst mit dem Posaunenchor am Ostersonntag, der um 7.00 Uhr beginnt, laden wir herzlich ein zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus. In diesem Jahr hat das Singteam die Bewirtung übernommen, herzlichen Dank dafür schon mal im Voraus!
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, kommen Sie, kommt Ihr einfach vorbei, vielleicht sogar, um mit der ganzen Familie ein leckeres Frühstück in schöner Atmosphäre zu genießen.
Unter dem Motto „Wachet und betet“ lädt die katholische Schwestergemeinde in diesem Jahr wieder ein zu einer liturgischen Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag. Beginn ist um 21.30 Uhr mit einer Abendmahlsfeier in St. Franziskus Xaverius mit anschließender Beichtmöglichkeit, anschließend gibt es Gelegenheit zur Anbetung, zum Gespräch und zur Stille. Zum Abschluss der Nacht erfolgt um 5.00 Uhr ein Kreuzweg-Gebet.
„Was ist Wahrheit“? Dieser berühmt gewordene Ausspruch aus dem Mund des Pilatus kam mir in diesen Wochen der Passionszeit mehrfach in den Sinn. Der römische Statthalter laviert und relativiert, als er über das Schicksal des vor ihn gezerrten Jesus entscheiden soll.
Er bezeugt zwar, nichts Schuldhaftes an Jesus feststellen zu können, aber er bezieht dann doch keine Position, wie es angebracht gewesen wäre. Pilatus wäscht seine Hände in Unschuld, auch dies ist sprichwörtlich geworden.
Ich denke an den russischen Angriffskrieg auf das ukrainische Nachbarland. Die Wahrheit im Sinn objektiver Tatsachen ist nicht erst kurz vor dem Überfall auf die Ukraine unter die Räder gekommen. Vielmehr sind die russischen Medien gezielt über Jahre und Jahrzehnte hinweg zur Täuschung und Irreführung der Bevölkerung missbraucht worden, während um Objektivität bemühte Berichterstattung massiv unterdrückt und kriminalisiert wurde. Alleine schon das Wort „Krieg“ im Blick auf die Ukraine zu benutzen, wurde unter Strafe gestellt.
Wir hören von Töchtern und Söhnen, die versucht haben, ihren Verwandten und Freunden in Russland zu vermitteln, was in der Ukraine wirklich geschieht. Vergeblich! Viele vertrauen eher der russischen Staatspropaganda von angeblichen „Nazis“, die ihr Unwesen trieben, als ihren eigenen Kindern oder Freunden, die noch dazu Tod und Zerstörung mit Fotos und Videos belegen können. Reinste Gehirnwäsche! – „Was ist Wahrheit?“
Besonders traurig macht mich bei alledem, dass selbst Menschen in Deutschland sich in den Dienst von Putins Lügennetzwerk verstricken lassen. Eins möchte ich zunächst klar sagen: Es wäre zutiefst unfair und unchristlich, pauschal z.B. von „den“ Russlanddeutschen zu sprechen, die alle Moskaus vorgegebener Linie folgten. – Aber ich sehe es durchaus als ein Problem an, dass auch in eher konservativ-christlich geprägten Kreisen eine gewisse Schwäche für vermeintlich „starke“ Männer an der Staatsspitze zu finden ist. Da soll einer für Ordnung sorgen, als moralisch verwerflich bezichtigte Lebensweisen wegdrängen und das Volk einen. Vermeintliche Feinde im Innern und von außen werden benannt, um die Machtbasis der herrschenden Clique zu festigen. – Das wurde so oder ähnlich ja leider während der Nazizeit mit den sogenannten „Deutschen Christen“ gerade auch im Oberbergischen durchexerziert.
Nachdenklich und zugleich traurig macht es mich in diesem Zusammenhang, dass es wohl keine Zeit gab, wo man sich so umfassend wie heute informieren konnte, zumindest in westlich geprägten Ländern. Aber wie werden Medien genutzt? Aus sozialen werden allzu schnell unsoziale Medien. Die Schleusen sind durch Desinformationskampagnen weit geöffnet für Lügen, Hetze, Beleidigungen und Aufrufe zur Gewalt. – Verschließen wir uns solchen Tendenzen als Christen, setzen wir bewusst den Akzent auf das Wort vom Kreuz und der Versöhnung durch Jesus Christus!
„Was ist Wahrheit?“, fragt Pilatus.
Im gleichen Evangelium (Joh 8,32) hören wir ein Wort Jesu:
Ihr werdet die Wahrheit erkennen,
und die Wahrheit wird euch frei machen.
Dafür lasst uns als Christen eintreten im miteinander reden und aufeinander hören, offen, klar und bestimmt, und zugleich liebevoll!