Die Turmfalken sind wieder da

Erfolgungsmeldung: Das erste Ei ist gelegt – jetzt heißt’s abwarten und Brüten

In der Nacht vom 20. auf den 21. April war es schließlich soweit: Das erste Turmfalkenei rollte genau um 1 Uhr 22 in die schlichte Nestkuhle hinein.

An den vorhergehenden vier Tagen war das Männchen immer zuerst in der Mauernische erschienen, und zwar zwischen 6.00 Uhr und 6.30 Uhr. Auch Abends setzte das Männchen bisher den Schlusspunkt im Kirchturm nach einem anstrengenden Tagewerk, hier variierten die Zeiten stärker: Zwischen 19.30 Uhr und 20.45 Uhr. Ausnahmslos erschien es dann noch einmal mit einer Maus, die es für die Partnerin erlegt hatte. Sieben Mäuse brachte es allein am Dienstag herbei!

Da das Weibchen am Dienstagabend länger am Nest verblieben war, und nach einem „Ausflug“ sogar schon fast bei Dunkelheit zurückkehrte, war zu vermuten, dass etwas Besonderes geschehen würde. Darum wurde parallel zu den Videoaufzeichnungen auf SD-Karte der Kamera (durch Bewegungsdetektion automatisch gespeichert) ein laufender Mitschnitt auf dem heimischen PC gemacht, um eventuell den entscheidenden Moment der Eiablage dokumentieren zu können. Und siehe da, es hat funktioniert, wie der folgende kurze Videoschnippsel zeigt!

In einem Turmfalkenbuch* ist nachzulesen: „Das Vollgelege besteht aus 4-9, gewöhnlich aber aus 5-6 Eiern, die in Abständen von zwei Tagen gelegt werden.“ Nach etwa 27 bis 29 Tagen ist mit dem Schlüpfen der Jungen zu rechnen.

*) Rudolf Piechocki, Der Turmfalke

Erste Eiablage (bei ca. 10 Sekunden des Videos)

Wer sich sich einmal selbst ein Bild machen möchte von dem turbulenten Tagsablauf unseres Turmfalkenpaars, kann sich exemplarisch das Kommen und Gehen mit besonderen Aktivitäten der Vögel auf Videoclips anschauen. Es handelt sich um 35 Clips, die alle am 20. April automatisch aufgezeichnet wurden, die meisten davon gekürzt (z.B. wenn das Nest leer war). Gesamtspieldauer: 2 Stunden und 13 Minuten. Ein Aktivitätenprotokoll ist dort auch zu finden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Videos Tagesablauf vom 20.04.2021 (auf unserem 1&1-Online-Speicher)

Neues vom 20. April 2021

Turmfalkenmännchen: Laufen mit Maus unter der Kralle will gelernt sein! 2021-04-20_16h31
Turmfalkenweibchen_2021-04-20_15h48
Turmfalkenweibchen in der Mauernische – noch kein Ei in Sicht

Neues vom 17. April 2021

Fliegender Wechsel

Das Turmfalkenweibchen im Nest kommuniziert intensiv mit dem männlichen Turmfalken, der ihr ein Mäuschen bringt. Sie übernimmt das Futter und verlässt die Mauernische direkt. Wenn das kein „fliegender Wechsel“ ist!

Wie lassen sich erwachsene Weibchen von Männchen unterscheiden? In unserem kurzen Video-Clip sind die Unterschiede deutlich zu erkennen, man spricht von Geschlechtsdimorphismus. Ein Wikipedia-Artikel erklärt das anschaulich am Beispiel des unterschiedlichen Federkleids: https://de.wikipedia.org/wiki/Turmfalke#Gefieder

In einer abendlichen Aktion haben wir die Kameraposition verändert. Die Kamera befindet sich jetzt direkt innen im Raum der Mauernnische, was die Qualität der Aufnahmen erheblich verbessert. Die Videos werden übrigens automatisch durch Bewegungssensor auf einer SD-Karte abgespeichert und lassen sich über W-LAN abrufen.

Turmfalke: Wo ist die Maus?
Turmfalke: Wo ist die Maus?
Screenshot aus Video: "Liebe geht durch den Magen" - Eine Maus stärkt die Verbindung!
„Liebe geht durch den Magen“ – Eine Maus stärkt die Verbindung! (Screenshot)

Schon seit einigen Wochen halten sich die Turmfalken wieder um die Eckenhagener Kirche herum auf. Bisher war von ihren Balzspielen nichts zu sehen, während sie vor genau einem Jahr Mitte April mit waghalsigen Flugmanövern durch die Lüfte sausten. Womöglich war das Wetter dafür schlichtweg zu kalt und nass. Immerhin sind ihre charakteristischen Rufe wieder zu hören, und ein Blick von der Kammer unterhalb des Glockenstuhls nach draußen zeigt, dass sie ihre bevorzugte Mauernische wieder bezogen haben.

In der Kirchturmkammer wurde eine Kamera installiert, sodass Interessierte demnächst hoffentlich einen Einblick in die Kinderstube werfen können, ohne die Vögel zu stören. Im vergangenen Jahr waren die Nestlinge übrigens am 20. Juni soweit, dass sie zum ersten Mal geflogen sind.

Wir halten Sie und Euch auf dem Laufenden!

Mausübergabe in der Mauernische
Turmfalken-Tanz

Holzkreuz in Kirche – Sorgen abgeben

Das Kreuz, ein Ort für persönliche Gebete, Bitten, Klagen, Hilfefrufe, Dank

Zur Zeit sind wir alle darin sehr eingeschränkt, einander Nähe zu schenken. Auch wenn manche „Corona“ für eine bösartige Erfindung halten, sehen wir in der Kirchengemeinde die akuten Gefahren von Infektionen. Hier haben wir insbesondere abwehrgeschwächte und ältere Menschen im Blick, die durch unbedachtes Zusammenkommen unnötig gefährdet werden.

Umso wichtiger ist es, dass unsere Kirche als Ort der Anbetung offen bleibt. Einige hatten die Idee, hierfür weitere Möglichkeiten zu schaffen. So hat Diakon Lukas Krüger ein Holzkreuz gebaut und Beate Klein bastelte eine Dornenkrone dafür. Dieses steht seit Gründonnerstag in der Kirche. Wir laden dazu ein, persönliche Gebete, Bitten, Klagen, Hilfefrufe, Dank auf bereitliegenden Zetteln zu notieren und an dieses Kreuz zu heften und auf diese Art auch Freude und Leid weiterhin miteinander zu teilen.

Für Kinder liegen Ausmalbroschüren mit kleinen biblischen Geschichten zum Mitnehmen aus.

Die Barockkirche ist zugänglich an der Glastür des Sakristei-Anbaus und ist an sieben Tagen in der Woche bis 18.00 Uhr geöffnet. Wir weisen darauf hin, dass die geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden müssen.

Lege deine Sorgen nieder

Ostergrüße des Seniorenclubs Eckenhagen 60+

Foto_epd-bild(c)Norbert-Neetz
Ostern, das bedeutendste christliche Fest, vereinigt Symbole aus heidnischer, jüdischer und christlicher Kultur. Das Lamm war in früherer Zeit ein beliebtes Opfertier. Auch zum jüdischen Passahfest wird ein Lamm geschlachtet. Es gilt als Zeichen der Wehrlosigkeit. In der biblischen Überlieferung steht „Lamm“ oft für Christus. Foto_epd-bild(c)Norbert-Neetz

Ihr Lieben!
Schon wieder ist ein viertel Jahr vergangen seit wir euch auf diesem Wege gegrüßt haben.
Dies ist die zweite Osterzeit, die wir nicht mit euch feiern können und auch das Feiern im größeren Familienkreis ist wegen der hohen Inzidenzen nicht gestattet.
Das macht traurig und wir merken langsam alle, wie sehr uns Familie und Geselligkeit fehlen.

  • Das miteinander feiern, lachen, singen und die Umarmung von lieben Menschen. –

Immer wieder treffen wir beim Einkauf oder Spaziergang einen von euch und sind gerührt, wenn ihr uns erzählt, wie sehr ihr unsere gemeinsamen Nachmittage vermisst.

Wir hoffen gemeinsam, dass wir bis zum Sommer alle geimpft sind und dann ein Leben, wie wir es gewohnt waren, wieder möglich ist.

Ostern ist das Fest der Auferstehung und des Lebens!
Die Natur erweckt zum Leben und auch wir spüren, wie uns Sonne und Wärme guttun.
Wir können uns schon an den ersten Boten des Frühlings erfreuen, die Tage werden wieder länger und die Temperaturen ermöglichen uns bald wieder mehr draußen zu sein. Das alles hat auch einen positiven Einfluss auf Körper und Seele. Lasst uns am Anblick eines Gänseblümchens und aus der Unterhaltung mit Nachbarn am Gartenzaun Freude und Energie schöpfen.

Wir wünschen euch allen ein schönes Osterfest, bleibt gesund und habt Sonne im Herzen.

Bis bald eure Ute, Ulla, Marlies, Loni, Melanija, Petra und Anne

Gemeindepost zu Ostern versandfertig

Ein Teil der gestapelten Osterpost im Gemeindehaus, nun versandfertig

Fast rekordverdächtig schnell war die konzertierte Aktion von einigen ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden durchgeführt worden: Am Montag begonnen, lagen am Mittwochmittag mehr als 1400 Briefe versandfertig auf Tischen im Gemeindehaus bereit. Dort waren sie mit dem ökumenischen Osterheft, unserem Gemeindebrief und einem Anschreiben bestückt worden. Dabei hatten Gemeindesekretärin Petra Albrecht-Köster und Küsterin Bärbel Dittrich buchstäblich das Heft in der Hand. Der eine oder die andere wurde zu Beginn schon mal gefragt: „Willst Du lieber stempeln oder eintüten?“ – Und schon konnte es losgehen. Alle evangelischen Haushalte in unserer Kirchengemeinde erhalten demnächst einen Umschlag, der per Briefpost zu einem vergünstigten Porto zugesandt wird.

Schön, dass wieder mal etwas Leben im Gemeindehaus zu erahnen war. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!

Lindenbaum an der Kapelle

Der Sturm war schneller!

Aufmerksamen Betrachterinnen und Betrachtern war sicherlich schon aufgefallen, dass der Zustand der altehrwürdigen Lindenbäume, die die Sinsperter Kapelle einrahmen, nicht mehr der beste war. Ein Sachverständiger hatte bereits Markierungen angebracht, welche Bäume gefällt werden müssen und welche baumpflegerischen Maßnahmen unterzogen werden sollen. Die Auftragsvergabe steht unmittelbar bevor. Nun hat der Sturm am 11. März eine der morschen Linden gefällt. Schade drum, aber zum Glück wachsen bereits neue Bäume heran, die vor einigen Jahren vorsorglich gepflanzt worden sind.

Lindenbaum an der Kapelle
Baukirchmeister Manfred Becker vor gefälltem Lindenbaum an der Sinsperter Kapelle (Foto: Eckhardt Lück)

Kleidersammlung für Bethel

Nachhaltig und für den guten Zweck

Bielefeld-Bethel.

Vom 10. März bis zum 16. März 2021 sammelt die Ev. Kirchengemeinde Eckenhagen Altkleider für die Brockensammlung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Während diesem Zeitraum können modische, gut erhaltene Kleidungsstücke sowie paarweise zusammengebundene Schuhe in den dafür vorgesehen Bethelsäcken am Ev. Gemeindehaus, Barbarossastr. 5 abgegeben werden. Leere Bethelsäcke liegen aus unter dem Vordach des Gemeindehauses, Südseite Richtung Kirche. Dort können die gefüllten Säcke auch abgestellt werden.

Deutschlandweit beteiligen sich rund 4.500 Kirchengemeinden an der Betheler Kleidersammlung, insgesamt werden ihr jährlich rund 10.000 Tonnen Altkleider anvertraut.

Gebrauchte Kleidung zu spenden ist nachhaltig und dient im Falle Bethels gleichzeitig dem guten Zweck. Bereits seit 130 Jahren sammelt die Brockensammlung Bethel Kleidung, Schuhe, Federbetten, Wolldecken und Plüschtiere/Stofftiere, um mit den Erlösen aus deren Wiederverkauf behinderten, kranken, alten oder sozial benachteiligten Menschen zu helfen. Direkt in Bethel abgegebene Spenden werden von Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung sortiert, wiederaufbereitet und im Secondhand-Kaufhaus der Brockensammlung für kleines Geld zum Verkauf angeboten. Kleidung aus den deutschlandweiten Sammlungen wird von den Lkw der Brockensammlung abgeholt und durch zertifizierte Sortierbetriebe weiterverarbeitet. Die Erlöse daraus fließen anschließend zurück in die diakonische Arbeit Bethels.

Neben den Menschen in Bethel profitiert auch die Umwelt von gespendeter Kleidung, denn Altkleider sind kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff, der sich wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückführen lässt. Durch die Wieder- und Weiterverwertung der Textilien können Ressourcen, die sonst bei der Neuproduktion verbraucht würden, eingespart werden. Durch Bethels Mitgliedschaft im Dachverband FairWertung wird sichergestellt, dass sowohl die Sammlung als auch die Verwertung der gebrauchten Kleidung transparent, kontrolliert und ethisch vertretbar abläuft.

Seit mehr als 150 Jahren setzt sich Bethel für Menschen ein, die Hilfe brauchen. Mittlerweile ist Bethel in acht Bundesländern an mehr als 280 Standorten aktiv und zählt mit rund 20.000 Mitarbeitenden zu den größten diakonischen Einrichtungen Europas.

Weitere Infos gibt es unter www.bethel.de und www.brockensammlung-bethel.de.

Kranichzug Ende Februar

Eigentlich hatte ich am Samstagnachmittag ein paar Fotos mit Schneeglöckchen und weiteren Vorboten des Frühlings als Hintergrund für die Musikstücke im Online-Gottesdienst machen wollen. Etwas frustriert hatte ich gerade festgestellt, dass die Schneeglöckchen um die Kirche herum nicht gerade zu den „Frühreifen“ gehörten. Also, mal gucken, was im Vorgarten des Pfarrhauses an frühen Pflanzen fotografiert werden könnte. Da hörte ich die charakteristischen Rufe der Kraniche, jetzt aber schnell fotografieren bzw. filmen! Hier ist ein kleiner Video-Clip, leider ging der Kamera-Akku ausgerechnet hier zur Neige. Andererseits, wie wichtig können solche kleinen Momente doch sein, Winter, Kälte und Dunkelheit sind schon auf dem Rückzug!

Kranichzug Ende Februar über Eckenhagen

Schottergärten: Wollen Sie das wirklich?

Ein Denkanstoß von Manfred Fischer und Dietmar Hartmann

Schotter'garten'
Schotter’garten‘ – Foto: NABU

Vielleicht haben Sie so einen Vorgarten, wie auf dem Bild abgebildet, schon einmal gesehen, im eigenen Ort, auf einem Spaziergang – irgendwo.

Mittlerweile greifen immer mehr Hausbesitzer bei der Gestaltung ihrer Vorgärten zu Kies und Schotter. Vermeintlich schnell soll es gehen, und viele Bürger*Innen gestalten ihren Vorgarten auf eine bisher unübliche Methode. Oft wird dabei Mutterboden abgetragen und auf die freie Fläche kommt dann ein wasserdurchlässiges Vlies. Diese Unterlage soll verhindern, dass (Un)Kräuter im Vorgarten wachsen können. Anschießend erhält das Vlies eine Schicht mit Kies, Steinen oder Schotter. Im Einzelfall werden dann vielleicht noch ein paar Gehölze in die graue Fläche gepflanzt. In erster Linie soll solch ein Garten die Pflegearbeit auf ein Minimum reduzieren. Aber stimmt dies auch?

Laut eines Leitfadens des Städte- und Gemeindebundes NRW machen solche Schottergärten auf lange Sicht zusätzliche Arbeit. Kräuter, Flechten und Moose siedeln sich mit der Zeit doch auf den Steinen an. Den Schotter und den Kies davon zu befreien, das wird dann viel aufwendiger als ein Beet, das mit Stauden und Blumen bepflanzt wurde.
Außerdem entsteht durch das Vlies eine Teilversiegelung des Bodens. Der Boden kann kaum mehr Regenwasser aufnehmen und das Wasser fließt direkt in die Kanalisation oder staut sich an der Hauswand. Im schlimmsten Fall dringt Regenwasser bei Starkregen in die Hauswand ein. Dies sind neben dem verlorenen Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen weitere kritische Aspekte der Schottergärten.

Im Gegensatz dazu sorgen aus ökologischer Sicht grüne Vorgärten für ein besseres Mikroklima. Gerade in der Zeit des Klimawandels ist dies ein wichtiger Aspekt. In einem Fernsehbericht des Südwestrundfunks (Ausstrahlungstermin: 20.08.2020) konnte in einer exemplarischen Messung nachgewiesen werden, dass die Bodentemperatur in einem Schottergarten doppelt so hoch war, als der Boden einer am Haus nahe gelegenen Grünfläche.
Grünflächen wirken somit auch als Wärmesenken, um das Mikroklima am Haus zu verbessern. (Link zum Bericht: https://ogy.de/n7of )

Vorgärten und kleine Grünflächen haben zudem eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima. Sie sind Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Vögel. Wir wissen, dass die Anzahl der Insekten stark zurückgegangen ist.
Viele Faktoren haben in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass die Anzahl der Insekten stark zurückgegangen ist. Die Gestaltung der Gärten ist einer davon. Jeder Hausbesitzer kann etwas gegen das Insektensterben tun.

Daher möchten wir Sie dringend bitten, falls Sie überlegen sich solch einen Schottergarten anzulegen: Bitte suchen sie andere Lösungen. Zum Wohle der Schöpfung – aber auch zu unserem Wohle.

Manfred Fischer, Umweltbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger
Dietmar Hartmann, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirchengemeinde Marienberghausen

Bierflasche von 1958 in Kirchenbank gefunden

„Die Luft ist noch original von 1958“, so lautete der trockene Kommentar Markus Isings, nachdem er bei Tischlerarbeiten in der Kirche eine mit 62 Jahren fast schon historische Bierflasche der Marke „Krombacher“ gefunden hatte. Kurios war auch der Ort des Fundes: Die Verschalung unter einer Kirchenbank auf der Empore nahe der Orgel. Tischler Markus Ising hatte sorgfältig Bretter für anstehende Kabelverlegungen geöffnet, dabei fiel ihm neben der alten Flasche ein zerknüllter Sportteil der OVZ, datiert vom Februar 1958 und ein leeres Streichholzpäckchen in die Hände. Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen? Vermutlich wurden Anfang 1958 Schreinerarbeiten an den Kirchenbänken durchgeführt, der damit beauftragte Handwerker trank gerne schon mal ein Bier in seiner Pause, er war Raucher und interessierte sich für Sport.

Was ist mit den Funden geschehen? Wir haben sie wieder an Ort und Stelle deponiert und verschlossen, ergänzt durch eine (leere!) Flasche „Krombacher“ aus dem Jahr 2020 und ein paar zeitgenösssische Memorabilia. Da sollen sich doch mal die nächsten wundern, Gedanken machen und lachen, die dann im Jahr 2080 – oder wann auch immer – ihren eigenen besonderen Kirchenfund machen!

„Sonderausstellung von drei Fundobjekten“

Der Ort des Fundes (unten links)