[von Martin Will, ab 01.03.26 im Ruhestand]

Heute, einen Tag nach dem Entpflichtungsgottesdienst, den wir am 8. Februar 2026 bei strahlendem Sonnenschein in unserer schönen Barockkirche gemeinsam feiern konnten, möchte ich mit diesem Beitrag gerne die Gelegenheit wahrnehmen, dieses wunderbare Fest noch einmal gedanklich Revue passieren zu lassen. Ich tue dies mit einem dankbaren Herzen und großer Freude über einen nach meinem Empfinden sehr gelungenen Tag, was so auch für meine Frau Birgit, unsere drei Töchter und weitere Familienangehörige gilt.
Mein im Vorfeld mehrfach geäußerter Wunsch war: „Bitte kein Gedöns!“. Das könnte man angesichts des dann doch recht großen Aufgebots an Vorbereitungen vielleicht als „unmögliche Möglichkeit“ ansehen. Nach meinem Empfinden wurde mein „Kein-Gedöns-Wunsch“ für die Atmosphäre des Tages aber voll erfüllt, wenn ich mir vor Augen halte, wie wir einen so konzentrierten und zugleich lockeren, fröhlichen Festgottesdienst begehen konnten einschließlich einiger weniger, prägnanter Grußworte. Beim anschließenden Empfang war Raum für eine Vielzahl von Begegnungen, Lachen, einander Erzählen und Umarmungen inklusive leckerem Essen und Trinken. Danke, danke!
Ich habe mir überlegt, dass ich in diesem Beitrag keinen Bericht in dem Sinn verfasse, dass alle Mitwirkenden noch einmal einzeln aufgezählt werden, was wer gesagt oder getan hat, welch wunderbare Musik (!) von wem gespielt worden ist, oder welch erhellende Beiträge mit Witz (!) vorgetragen wurden, auch nicht den tollen, starken (!) Gemeindegesang – dieses Mal. Vielmehr kann, wer will, den kompletten Gottesdienst hier noch einmal in Ruhe nachlesen. Wer allerdings Bilder und Klänge bevorzugt und den Videomitschnitt ansehen möchte, wende sich bitte per Mail ans Gemeindebüro oder an mich. (Den Link zum Video stelle ich aus diversen Gründen hier nicht ein.)
Eins aber verkneife ich mir nun doch nicht – durchaus auch selbstkritisch – zu sagen: Wo war das noch gleich im Lauf des Gottesdienstes, dass mir ein bekannter lateinischer Spruch gedanklich zuflog?! „De mortuis nihil nisi bene!“, will sagen, den Ärger und das Negative über einen Dahingeschiedenen blenden wir dann mal besser aus … Ich weiß nun sehr wohl um Versäumtes, Liegengebliebenes. Alleine wenn ich an mein blauäugiges Versprechen im Blick auf Besuche denke, das anlässlich meiner Einführung vor fast 32 Jahren in der OVZ veröffentlicht wurde, läuft es mir noch heute kalt und heiß den Rücken herunter. – Von daher war ich ein wenig erleichtert und fühlte mich den „mortuis“ wieder entrissen, als hier oder da andeutungsweise und eher zwischen den Zeilen dann eben doch kein Friede-Freude-Eierkuchen-Bild gezeichnet wurde. Auch in diesem Sinn möchte ich mit Psalm 103, meinem Predigttext für den Abschied, Gott zu loben suchen: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat … Zu diesem Guten zählt auch: Der dir alle deine Sünden vergibt.



























![2022-09-04_Jubiläumsgottesdienst_2_[Screenshot Gottesdienstvideo]](https://evk-eckenhagen.de/wp-content/uploads/2022/09/2022-09-04_Jubilaeumsgottesdienst_2-1024x576.jpg)





