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Offene Kirche
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Geschichte

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Offene Kirche
Die Eckenhagener Barockkirche ist eine "Offene Kirche".
Nach langen Jahren der geöffneten Kirchentüren ist ihr am
20. April 2008 das Signet "Verlässlich geöffnete Kirchen" verliehen worden.

Die Kirche ist täglich geöffnet  zur persönlichen Andacht, zum Gebet oder einfach zur Besichtigung und um zur Ruhe zu kommen.

Eingang zur Kirche von Montag bis Sonntag:
Nordseite der Kirche, Richtung Kurverwaltung. 

Wir schätzen die gute Zusammenarbeit mit der Zivilgemeinde Reichshof, deren Kurverwaltung in direkter Nachbarschaft oberhalb der Kirche liegt. Dort können Sie während der Öffnungszeiten Näheres zu den weiteren touristischen Attraktionen in der Umgebung erfahren.

Tourismus, Kunst und Kultur in Reichshof


Bei Interesse können Sie auch mit Gruppen zur Besichtigung anreisen, und ebenso Führungen verabreden. 


Öffnungszeiten der Kirche:
- In der Sommerzeit 1. April bis 30. September
  von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- In der Winterzeit 1.Oktober bis 31. März
   von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die Barockkirche bieten. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich dadurch zu einem Besuch aus eigener Anschauung ins schöne Oberbergische Land locken lassen würden.

Noch ein besonderer Hinweis:
Die Barockorgel von 1795/95 ist nach gelungener Restaurierung durch die Werkstatt des Orgelbaumeisters Hubert Fasen in der Südeifel im Jahr 2008 wieder zurückgekehrt. Die Orgel ist kein Museumsstück, sondern sie erklingt je und je aktuell in den Gottesdiensten und zu sonstigen Anlässen.
Darüber hinaus ist sie in einer Fülle von Konzerten zu hören. Näheres darüber erfahren Sie auf der Startseite oder unter
www.barockorgel-eckenhagen.de


Die Evangelische Barockkirche Eckenhagen
Der Reichshof Eckenhagen wurde im Jahr 1167 von Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kölner Erzbischof und Reichskanzler Rainald v. Dassel geschenkt.

In dieser  Zeit  wurde eine romanische Pfeilerbasilika nach niederrheinischem Vorbild errichtet, die dem hl. Alexander geweiht  war und deren Turm bis heute  erhalten ist.

Ausgrabungen im Jahr 1969 zeigten, dass diese Basilika, mit vier Pfeilern, Empore und großer Apsis, auf den Resten einer  ersten, aus dem 10. / 11. Jahrhundert stammenden kleinen Saalkirche erbaut wurde, die wohl im 12. Jahrhundert  abgebrannt  war.
Der romanische Bau überstand die nächsten Jahrhunderte.

1569 wurde in Eckenhagen unter  mancherlei Schwierigkeiten die Reformation eingeführt, die sich aber  erst ab 1609 allmählich durchsetzte.
Die Orgel (Bild 6) wurde im Jahr 1794 / 95 von Johann Christian Kleine aus Freckhausen im Kirchspiel Eckenhagen erbaut und ist mit ihren 32 Registern die größte noch spielbare und benutzte Orgel des Nordrheingebietes.
Der zweimanualige Spieltisch ist quergestellt und steht mitten im Orgelkorpus zwischen den Pfeifen
.

(Bild 6) Die Orgel von 1794 / 95

(Bild 1) Ansicht von Osten
Gegenüber mahnt die große, mit den Turmuhren verbundene Wanduhr von 1795 (7) an unsere, dem ewigen Wort Gottes gegenüber stehende, eigene Vergänglichkeit (und zugleich schon den barocken Prediger, die damals übliche Predigtzeit von 2-3 Stunden nicht allzu sehr zu überschreiten). Die Gedenktafeln im Turm stammen ebenfalls aus dem Ende des 18. Jahrhundert.


(Bild 7) Die Uhr von 1795



1764  wurde das Langhaus abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der jedoch schon 1777 bei einem Dorfbrand wieder zerstört wurde.

Bis 1795 wurde in den stehen gebliebenen Grundmauern die jetzige Kirche als Saalkirche mit umlaufender Empore erstellt, die in spätbarockem Stil farbenprächtig und reich verziert gestaltet ist (Bild 2).


(2) Ansicht Innraum.


Der Opferstock (8) ist nach dem Vorbild des alten Opferstockes hergestellt worden, der durch Diebstahl abhanden kam.
(Bild 8) Der Opferstock

Das Taufbecken





Vom Eingang aus fällt der Blick auf den für das Oberbergische typischen so genannten "Prinzipalaufbau" von Altar (1781), Kanzel (1781) und Orgel (1794/95), die übereinander liegen (Bild 3).

Die Kanzel, der Ort der Wortverkündigung, gewissermaßen auf dem Altar, das Sakrament als sichtbares Wort entsprechend unter der Kanzel (s. auch den Doppelschild mit den Einsetzungsworten nach 1. Kor. 11 (Bild 4); die Musik als Verkündigung und lobende Antwort: Das Zentrum des evangelischen Gottesdienstes wird hier sehr deutlich.

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(Bild 3) Ansicht  Prinzipaufbau

Heiligabend 1983 wurde die Beiertafel (Bild 10) im hinteren Altarraum aufgestellt.


(Bild 10) Die Beiertafel

1981 - 83 fertigte Maria Wagner aus Denklingen die vier Gobelins, die vorne an der Nord- bzw. Südwand hängen und biblische Szenen zeigen.


Garten Eden - Der Sündenfall



(Bild 4) Die Einsetzungsworte des hl. Abendmahls


Adam und Eva -Vertreibung aus dem Paradies

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Das "Auge Gottes" unter dem Schalldeckel der Kanzel (Bild 5) wacht zudem über die rechte Verkündigung.

Die üppige Erntekrone über dem Schalldeckel deutet auf den Schöpfer aller Gaben, dessen Wort nicht leer zu ihm zurück kehrt, sondern wirkt, wozu er es sendet (vgl. Jes. 55, 11).


(Bild 5) Der Schalldeckel

Die Weihnachtsgeschichte - Bethlehem

Am vorderen Rand des Schalldeckels ist ein Pelikan zu sehen (Bild 6), von dem in der Antike angenommen wurde, dass er sich in Notzeiten selber die Brust aufhackt, um seine Jungen zu füttern. Das Herauswürgen des (blutigen) Futters aus dem Schnabelsack erweckte diesen Eindruck.

Aus diesem Grunde ist der Pelikan ein sehr altes und im 17.-19. Jh. besonders beliebtes Symbol für Jesus Christus und seinen Opfertod für uns.


(Bild 6) Detail: Pelikan am Schalldeckel
Die Weihnachtsgeschichte - Flucht nach Ägypten


Wir begegnen der Barockkirche Eckenhagen, die in ihrer Innenarchitektur und Ausstattung gewissermaßen selbst schon "predigt" und uns auf Gott und sein Heil hinweist, als einem Zeugnis der Geschichte Gottes mit seinen Menschen, auch hier am dörflichen Rand des Rheinlandes.


SOLI DEO GLORIA - Gott allein sei Ehre
Das Prospekt kann auch hier betrachtet werden
(es beginnt auf Seite 1 rechts und geht weiter auf Seite 2 links!)
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